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Wege aus der Fossilfalle: Wie gelingt die Wende aus der Abhängigkeit?

Deutschland hätte bei der Energiewende längst Vorreiter sein können: Stattdessen haben politische Versäumnisse, fossile Abhängigkeiten und der Einfluss mächtiger Lobbyinteressen den Umbau unseres Energiesystems über Jahre ausgebremst. Was hat uns in diese Fossilfalle geführt – und was braucht es jetzt, damit Versorgungssicherheit, Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke zusammengedacht werden?

Darüber sprechen Reinhard Schneider, Inhaber von Werner & Mertz und Autor von „Die Ablenkungsfalle“, und Prof. Dr. Claudia Kemfert, eine der profiliertesten deutschen Wissenschaftlerinnen für Energie- und Klimaökonomie, am 12. November 2026 in Berlin.

In ihrem Buch „Kurzschluss: Wie wir unsere Energiezukunft verspielen“ zeigt Kemfert, wie der verzögerte Ausbau erneuerbarer Energien, falsche politische Prioritäten und kurzfristiges Denken Deutschland in riskante Abhängigkeiten geführt haben. Dieses Muster nennt sie „Kurzschluss“ – und die Machtordnung dahinter „Fossilokratie“: ein System, in dem fossile Energien nicht bloß Rohstoffe sind, sondern Macht, Preise und geopolitische Kontrolle bestimmen. Zugleich zeigt sie auf: Die Lösungen sind längst bekannt – durch den konsequenten Ausbau von Wind- und Solarenergie, Speichertechnologien, dezentraler Versorgung und stärkerer europäischer Zusammenarbeit.

Der Talk richtet den Blick nach vorn: Wie gelingt der Ausstieg aus dieser Fossilfalle – hin zu einem modernen, ressourcenschonenden Energiesystem, das Versorgungssicherheit schafft, unsere wirtschaftliche Stabilität stärkt und Vertrauen in demokratische Gestaltungskraft gibt?

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Wir sind "Die Zuversichtlichen"

Seit 2023 lädt Werner & Mertz-Inhaber, Umweltpreisträger und Autor Reinhard Schneider zukunftsorientierte, fachkundige Gäste ein. Sie sprechen über kontroverse, aktuelle Themen, die eine hohe Relevanz haben, wenn es darum geht, Deutschland und Europa resilienter auf die Zukunft auszurichten. In den einstündigen Podiumsdiskussionen kommen Personen zu Wort, die Herausforderungen ihrer Zeit nicht nur treffend beschreiben und interpretieren, sondern auch über wünschenswerte und machbare Lösungswege Mut machen.

Unsere begründete Zuversicht für Themen rund um Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung in den Talks wird greifbar, motiviert viele Menschen und stärkt das Gefühl für die positive Selbstwirksamkeit.

Wir zeigen: Dranbleiben zahlt sich aus!

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Unsere Themenschwerpunkte

Bei uns dreht sich alles um den Vorrang der Transformation vor dem Verzicht. Wir setzen uns ein für eine ganzheitlich-nachhaltige Lebensweise innerhalb der planetaren Grenzen und wollen eine lebenswerte und sichere Zukunft für nachfolgende Generationen ermöglichen.

Wir diskutieren mit Politikern, Unternehmerinnen, Psychologen, Schriftstellerinnen, Vertretern von NGOs, Wissenschaftlerinnen und Journalisten über alle sinnvollen und notwendigen Aspekte für einen umfassenden Wandel.

Ganz wesentlich ist uns dabei die Kreislaufwirtschaft: Sie ist schon allein aus ökologischen Gründen und zur Sicherung inländischer Arbeitsplätze sinnvoll. Aktueller denn je – in einem Zeitalter der zunehmend problematischen Rohstoffabhängigkeiten und damit verbundener hybrider Bedrohungen – ist Kreislaufwirtschaft angewandte Resilienz.

Der Gastgeber Reinhard Schneider

Reinhard Schneider ist seit 2000 Geschäftsführender Gesellschafter des Mainzer Familienunternehmens Werner & Mertz, bekannt vor allem durch seine Marke Frosch. 2019 erhielt er den Deutschen Umweltpreis für seine ganzheitlich nachhaltige Firmenausrichtung.

In seinem Buch „Die Ablenkungsfalle. Die versteckten Tricks der Ökologie-Bremser. Wie wir unsere Umwelt nicht länger aufs Spiel setzen“ deckt er das systematische Versagen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Umweltschutz auf und veröffentlicht gleichzeitig praxiserprobte Lösungen für eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft, von der Mensch und Umwelt gleichermaßen profitieren. Mit der erfolgreichen Transformation seines Unternehmens zeigt er überzeugend, dass ein Umdenken nicht nur gesellschaftliche und ethische, sondern langfristig auch ökonomische Vorteile mit sich bringt.

„Bei uns hat sich die Überzeugung gebildet, dass sich gerade in opportunistisch krisenhaften Zeiten eine Sehnsucht nach einem wieder vertrauenswürdigeren Umfeld bildet. Und dieser vertrauensvollere Umgang miteinander führt unweigerlich zurück auf Themenfelder, die dem Gemeinwohl dienen. Wie in unserem Fall dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen.“